Fundusfotografie

Fotografie des Augenhintergrundes

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Erkrankungen des hinteren Augenabschnittes

Es gibt zahlreiche Erkrankungen des Augenhintergrundes (Fundus), die unbehandelt zu irreversiblen Schäden führen können, wie beispielsweise:

  • Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
  • Diabetes- oder bluthochdruckbedingte Netzhautschäden
  • Gut- und bösartige Tumoren der Netz-/Aderhaut (z. B. Naevus, Melanom)

 

Viele dieser Augenerkrankungen haben eine vermeidbare Vorgeschichte. Deshalb sollte frühzeitig Vorsorge getroffen werden, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen. Schädigungen der Augen können so vermieden oder zumindest in ihrem Fortschreiten verlangsamt werden.

Die Fundusfotografie

Damit Ihre Sehkraft auch bis ins hohe Alter erhalten bleibt, bieten wir Ihnen im Bereich der Früherkennung eine Kontrolle des Augenhintergrundes mit einer Funduskamera an. Befunde am Augenhintergrund, also im Bereich der Sehnerven, der Netzhaut und Aderhaut, lassen sich mit dieser digitalen Kamera fotografisch festhalten und dokumentieren. Außerdem gewährleisten diese Aufnahmen eine exakte Verlaufsbeobachtung.

Wer sollte die Fundusfotografie nutzen?

Insbesondere Diabetiker und Hypertoniker benötigen eine regelmäßige Kontrolle des Augenhintergrundes, denn beide Erkrankungen können langfristig zu einer Veränderung der Netzhaut führen. Wird eine Netzhauterkrankung nicht rechtzeitig erkannt, kann das Auge schwer geschädigt werden. Diese Schäden beruhen meist auf der Erkrankung kleinster Blutgefäße. Diese befinden sich auch auf der Netzhaut und können bei Beeinträchtigung anfangen zu bluten. Die Folgen: eine erhebliche Minderung der Sehkraft oder im schlimmsten Falle sogar die Erblindung.

 

Aber auch zur Früherkennung einer alterbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die Fundusfotografie sinnvoll. Eine AMD entsteht, wenn entzündliche Prozesse jene Stelle auf der Netzhaut schädigen, mit der wir am schärfsten sehen, die Makula (der gelbe Fleck). Denn in der Makula sind die lichtempfindlichen Zellen am dichtesten gelagert – je mehr von ihnen absterben, desto schlechter wird das Sehvermögen. Diese Degeneration in Kombination mit schadhaften Blutgefäßen führt zu einer kreisförmigen Narbe auf der Netzhaut.

 

Unser Ziel ist es, Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und eine geeignete Therapieform festzulegen – lange bevor das Sehen eingeschränkt ist. Die Funduskamera hilft uns, feinste Netzhautveränderungen früh zu entdecken!

Wie verläuft die Untersuchung?

Normalerweise wird die Pupille für eine Fundusuntersuchung mithilfe von Medikamenten erweitert, damit der Arzt den Augenhintergrund beurteilen kann. Diese Erweiterung beeinträchtigt jedoch das Sehvermögen, der Patient darf nach einer solchen Untersuchung für mehrere Stunden kein Fahrzeug führen. In unserer Praxis verwenden wir daher eine moderne „non-mydriatische-Funduskamera“. Moderne Infrarot-Technik ermöglicht bei dieser Kamera die Untersuchung in einem abgedunkelten Raum, sodass die Pupillen des Patienten sich von selbst weit stellen. Pupillenerweiternde Augentropfen werden daher nicht benötigt.

Untersuchung mit Kontrastmittel

In manchen Fällen ist eine Fluoreszenzangiographie erforderlich. Bei der Fluoreszenzangiographie wird vor der Untersuchung ein Farbstoff (Fluorescein) gespritzt. Dieses „Kontrastmittel“ „leuchtet“ bei der Aufnahme auf, der Augenhintergrund und seine Gefäße lassen sich so optimal darstellen.

 

Direkt nach der Untersuchung können wir die Ergebnisse mit Ihnen besprechen und ggf. erforderliche Maßnahmen einleiten.

 

Die Fundusfotografie zählt nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Das Honorar für diese privatärztliche Leistung klären wir selbstverständlich vor der Behandlung mit Ihnen ab.

 

Nutzen Sie die Möglichkeiten unserer modernen Vorsorgediagnostik! Wenn Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.